MEISTER HIRONORI OHTSUKA

GESCHICHTE VON MEISTER HIRONORI OHTSUKA

GEBOREN AM 1. JUNI, 1892 IN DER PRÄFEKTUR IBARAKI, IN DER STADT SHIMODATE

Ōtsuka Hironori war der älteste Sohn des Kinderarztes und Internisten Ōtsuka Tokujirō. Sein eigentlicher Vornahme lautete Kō und als sechsjähriger soll er das Training des jūjutsu unter einem Großonkel begonnen haben. Er besuchte die Mittelschule und begann im Alter von 13 Jahren Shindō Yōshin-ryū bei Matsuoka Tatsuo und Nakayama Tatsusaburō zu trainieren. Nach der Schule besuchte er die Handelsfakultät der Waseda-Universität in Tokio und arbeitete anschließend bei der Kawasaki-Bank als Bankkaufmann.[2]

1922 begann Otsuka Hironori mit seinem Karate-Training bei Funakoshi Gichin. Parallel praktizierte er weiterhin Yōshin-ryū und erhielt im Alter von 29 Jahren das Diplom Menkyo Kaiden Shihan von Nakayama. Ab 1936 übernahm er die führende Lehrtätigkeit u. a. beim Karate-Klub der Universität Tokio. Zu dieser Zeit entwickelte er seinen Stil Wadō-Ryū und ließ diesen am 1. April 1939 bei der Dainippon Butokukai registrieren.

Ōtsuka Hironori wurde 1972 von der IMAF-Kokusai Budoin der Rang des Meijin verliehen.

Am 29. Januar 1982 verstarb Meister Ōtsuka im Alter von 91 Jahren.

DIE PRINZIPIEN DES WADO RYU

„Die Suche nach dem Sinn der Kampfkunst ist die Suche nach uns selbst.“

Wado-Ryu: bedeutet übersetzt „der Weg des Friedens“ und wurde von Hironori Otsuka begründet.

Wado-Ryu ist eine der dynamischsten und vielfältigsten Karate Arten.

„Denken Sie nicht an die Kampfkünste als Kampf allein;

Es ist auch das Studium des Friedens und der Suche nach dem Weg der Harmonie.

Gelehrt auf der ganzen Welt, ist Wado-Ryu ein Stil mit Wurzeln aus traditionellen japanischen Shindo Yoshinryu Jiu Jitsu und Okinawa Karate . Wado-Ryu Karate war einer der vier ursprünglichen Stile von Karate und wurde 1938 als „Shinshu Wado-ryu Karate-Jujutsu“.

Einer der primären Unterschiede von Wado-Ryu im Vergleich zu anderen traditionellen Karate-Do-Stilen ist die Verwendung von Ausweichtechniken, die aus Manövern bestehen, um zu vermeiden, getroffen zu werden, wenn möglich, aber immer noch das Gleichgewicht und die Fähigkeit, effizient zu schlagen.

Einer der primären Unterschiede von Wado-Ryu im Vergleich zu anderen traditionellen Karate-Do-Stilen ist die Verwendung von Ausweichtechniken, die aus Manövern bestehen, um zu vermeiden, getroffen zu werden, wenn möglich, aber immer noch das Gleichgewicht und die Fähigkeit, effizient zu schlagen.

Die Verbindung zwischen dieser Methode und dem Prinzip der Vermeidung von Konflikten ist offensichtlich.

Damit bieten wir die perfekte Kombination aus Selbstverteidigung, Fitness und traditioneller Kampfkunst.

“Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.”

Basierend auf dem Rykyu Kenpo To-Te Jitsu entwickelt Otsuka eine Reihe von dynamischen Prinzipien und Kämpfe aus seiner Erfahrung in Jujitsu abgeleitet, die das Wado Ryu machen ein ausgezeichnetes Selbstverteidigungssystem.

Sanmi Ittai – bedeutet im Wadō-Ryū die Kombination aus den drei Bewegungen:

1. Ten-I (dt. „Änderung der Position“),

2. Ten-Tai (dt. „Änderung der Körperbewegung“) sowie

3. Ten-Gi (dt. „Änderung der Technik“), welches in den festgelegten Formen des Kihon Kumite, sowie bei den Kumite Gata praktiziert wird.

Tai Sabaki Verlassen der Angriffslinie durch Ausweichen

Zanshin – Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Nicht-Nachlassen der Konzentration.

Sen Initiative. Angriff meint hier weniger den Moment des physischen Angriffs (Okuri), sondern den Moment, in dem der Angreifer entscheidet anzugreifen. Bei dieser höchsten Stufe der Initiative wird ein Angriff in einer derart frühen Phase der Entstehung „erspürt“, dass dieser sich nicht erst entfalten kann, es für den Angreifer schon zu spät ist, den Angriff abzubrechen.

Sen no Sen Gegenangriff, im Moment des Angriffs.

Go no Sen Gegenangriff nach dem Moment des Angriffs.

Sen Sen no Sen Gegenangriff vor dem Moment des Angriffs (Präemptiv). Der Angriff erfolgt

Grund Kata:

„Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.“ – Funakoshi Gichin

Das Wissen über die Geschichte des Stiles und damit auch über die Prinzipien wird unter anderem in den Kata übermittelt.

In dem aus Okinawa stammenden Karate beinhaltet der Begriff Kata vorgegebene Einpersonen-Übungen. Kata in diesem Sinn wird auch als Kampf gegen imaginäre Gegner bezeichnet.

Hironori Ohtsuka lernte die Karate Kata bei Gichin Funakoshi und wurde später von Kenwa Mabuni und Choki Motobu beeinflusst. Ohtsuka ergänzte diese Kata aus Okinawa und definierte dadurch die Kata des Wado Ryu.

Um die Wado-Ryu-Karate-Kata zu verstehen, müssen Sie wissen, dass „Wado“ den Weg des Friedens und der Harmonie bedeutet und „Ryu“ die Schule.

Diese Grundphilosophie steht hinter den Bewegungen in den verschiedenen Wado-Ryu Karate Kata.

Die Grundlage jedes Karatestils sind seine Kata. In diesen komplexen Bewegungsabläufen ist das gesamte Wissen einer Schule enthalten, ihre Techniken und selbst ihre Philosophie.

Unsu und Superimpei Kata – Werden von einigen Wado-Ryu-Schulen unterrichtet, aber die meisten verwenden diese Kata nicht.

Wado Ryu Kata.

Taikyoku Shodan Einführungskata

Fünf Pinan Kata sind auch Einführungskata = „Frieden“,

Pinan Nidan Pinan – Pinan Shodan – Pinan Sandan – Pinan Yondan – Pinan Godan

Naihanchi “Seitwärtskämpfen“ bzw. „Eisenreiter“

Kushanku „Blick in den Himmel“

Chinto „Kranich auf dem Felsen stehend“, Kämpfer gegen den Osten“

Seishan „13 Hände“ bzw. „Halbmond“

Bassai „Sturm auf die Festung“, „Die Mauern zerstören“

Wanshu „Flug der Schwalbe“

Niseishi „24 Schritte“

Jitte „Zehn Hände“

Jion „Liebe und Güte“

„Die Kraft des Geistes ist grenzenlos, die Kraft der Muskeln ist begrenzt.“

KOICHI TOHAI

„Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren.“

KONFUZIUS

„Den Gegner ohne Kampf bezwingen, das ist die höchste Kunst“

GICHIN FUNAKOSHI